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Wissenswertes ueber Liechtenstein

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In alphabetischer Reihenfolge finden Sie hier grundsaetzliche Informationen, Daten und Links zum Finanzplatz Liechtenstein und zu Firmengruendungen in Liechtenstein:



Abgaben und Steuern

Bei der Gruendung einer unternehmerischen Einrichtung nach liechtensteinischem Recht wird eine Gruendungsgebuehr (1 - 3% vom statuarischen oder gesetzlichen Mindestkapital) bzw. Emissionsabgabe (1 - 3% vom Aktienkapital) faellig.
Die Eintragungsgebuehren bzw. Hinterlegungsgebuehren betragen CHF 280,-- bis 700,-- (EURO 190,-- bis 470,--). Kosten fuer die Steuerverwaltung in Hoehe von ca. 0,2 Promille des gesetzlichen Mindestkapitals.

Waehrend der aufrechten Dauer der Einrichtung wird jaehrlich eine Steuer in Hoehe von 1 Promille auf das Nettovermoegen, mindestens von pauschal CHF 1'000,-- faellig (bei Sitzgesellschaften ohne wirtschaftliche Aktivitaet in Liechtenstein).
Des weiteren finden sich eine Couponsteuer (bei Auszahlung von Gewinnanteilen) in Hoehe von 4%, eine Umsatzabgabe auf Wertschriften (1,5 bis 3 Promille) und die Mehrwertsteuer in Hoehe von 7,6% (nicht bei allen genannten Einrichtungen anfallend).
Liechtensteinische Holdinggesellschaften und Sitzunternehmen sind von der Mehrwertsteuer befreit, solange im Inland (Zollunion Schweiz-Liechtenstein) keine Umsaetze getaetigt werden.

Zoelle werden fuer die Einfuhr bestimmter Waren erhoben (Liechtenstein ist EWR-Mitglied seit 1995).
Fuer die Beglaubigung von Unterschriften, Amtsbestaetigungen, Handelsregisterauszuege usw. fallen entsprechende Gebuehren fallweise an.



Anerkennung

Die liechtensteinsichen Unternehmensformen sind weltweit anerkannt. Bisher getroffene Vorbehalte, insbesondere von Seiten Deutschlands, wurden inzwischen abgebaut und sind nicht mehr relevant (siehe BGH-Entscheidung vom September 2005, Nr.: 372/03 in der das EWR-Recht bestaetigt wird und die deutsche Sitztheorie auch fuer den EWR - Liechtenstein, Island und Norwegen - nicht mehr zur Anwendung kommt.).





Anonymitaet

Die bedeutenden liechtensteinischen Gesellschaftsformen gewaehrleisten ein hohes Mass an Rechtssicherheit fuer den Anleger und Wirtschaftstreibenden und bieten gleichzeitig ein weitgehendes Mass an Anonymitaet, damit nicht jede wirtschaftliche Beteiligung publik wird.

Der wirtschaftlich Voll- oder Teilberechtigte an einer liechtensteinischen Gesellschaft/Einrichtung (z.B. Aktiengesellschaft, GmbH, Anstalt, Stiftung) kann seine Vermoegensanlage weitgehend ueber die treuhaenderische Verwaltung anonymisieren.

Dies ist vor allem fuer private Kapitalanlagen und fuer Holdinggesellschaften attraktiv.



Aufloesung

Eine Einrichtung nach liechtensteinischem Recht wird geloescht, wenn bestimmte Mindestvoraussetzungen nicht mehr gegeben sind. Dies insbesondere, wenn kein Vermoegen mehr vorhanden ist, die Steuern fristgerecht nicht bezahlt werden, die Gruendungsvoraussetzungen nicht mehr gegeben sind etc. Vor jeder Loeschung wird eine Liquidation durchgefuehrt.



Buchfuehrungspflichten

Mit Ausnahme der hinterlegten Stiftung und der Treuhaenderschaft muessen alle Unternehmen eine Buchfuehrung nachweisen. Die Buecher koennen in jeglicher Waehrung und auch in Fremdsprachen gefuehrt werden. Der liechtensteinischen Steuerverwaltung muss jedoch eine deutschsprachige Uebersetzung der Jahresabrechnung vorgelegt werden.


Die Buchfuehrungsgebuehr ist im jaehrlichen Honorar des leichtensteinischen Repaesentanten oft bereits enthalten. Diese werden ansonsten nach tatsaechlichem Aufwand abgerechnet.



Couponsteuer

Die liechsteinische Steuerverwaltung erhebt gemaess der im Steuergesetz definierten Bestimmungen eine Steuer auf den Coupon der von einer inlaendischen Person ausgegebenen Wertpapiere (z.B. Aktien) und auf den ihnen gleichgestellten Unterlagen.
Als inlaendischen Person gilt dabei, wer im Inland (FL) Wohnsitz, dauernden Aufenthalt oder statutarischen Sitz (Sitzgesellschaft) hat oder als Unternehmung im oeffentlichkeitsregister des Landes eingetragen ist.
Steuerpflichtig ist der Schuldner des Coupons oder der steuerbaren Leistung.
Die Couponsteuer ist eine vom Steuerpflichtigen selbst zu veranlagende Steuer (Ausnahme Genossenschaften und auf besondere Urkunden).
Die Couponsteuer betraegt 4 Prozent und wird durch die FL-Steuerverwaltung erhoben.



Errichtung

Firmen, Stiftungen, Treuunternehmen koennen durch die Errichtungsurkunde bzw. Statuten errichtet werden, die beim zustaendigen Oeffentlichkeitsregister hinterlegt bzw. eingetragen werden. Eine Einsichtnahme in diese Unterlagen ist nur eingeschraenkt gestattet und wird teilweise gaenzlich verweigert. Eine Errichtung kann auch auf treuhaenderischer Basis erfolgen. Zur Errichtung von Firmen, Stiftungen, Treuunternehmen ist lediglich eine natuerliche oder eine juristische Person vonnoeten.



Ertragsteuer

Die Ertragssteuer wird auf dem jaehrlichen Reinertrag des Unternehmens erhoben.
Der zu versteuernde Rohertrag ergibt sich aus der Gesamtheit der Ertraege abzueglich der geschaeftsmaessig begruendeten Aufwendungen.
Der Ertragssteuersatz betraegt mindestens 7,5 Prozent und maximal 20 Prozent. Siehe auch Steuerveranlagung




EU - Zinsbesteuerung

Am 1. Juli 2005 trat das zwischen dem Fuerstentum Liechtenstein und der Europaeischen Gemeinschaft ausgehandelte Abkommen  ueber Regelungen, die denen der Richtlinie 2003/48/EG des Rates ueber die Besteuerung von Zinsertraegen gleichwertig sind (Zinsbesteuerungsabkommen),  in Kraft.
Diese Uebereinkunft wure notwendig, nachdem zwischen der EU und der Schweiz bilaterale Vertraege ueber die Zinsenbesteuerung abgeschlossen wurden.
Damit dieser Vereinbarung verpflichtet sich das Fuerstentum Liechtenstein, wie die Schweiz, Luxemburg und Oesterreich,, einen Steuerrueckbehalt auf jenen Zinsertraegen vorzunehmen, die von liechtensteinischen Zahlstellen an natuerliche Personen mit Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat geleistet werden.
Als Alternative zum Steuerrueckbehalt besteht die Moeglichkeit einer freiwilligen Meldung der Zinszahlung an den Wohnsitzstaat des Zinsempfaengers, wie dies die anderen EU-Mitgliedstaaten vereinbart haben und durchfuehren.

Der auslaendische Empfaenger einer unter das Abkommen fallenden Zinszahlung kann nunmehr zwischen dem Steuerrueckbehalt und der freiwilligen Meldung waehlen.

Mit diesem Abkommen wird umgesetzt, dass die Richtlinie 2003/48/EG (Zinsbesteuerungsrichtlinie) durch Zinszahlungen aus Liechtenstein nicht umgangen werden kann.
Gleichzeitig bleibt das in der liechtensteinischen Rechtsystem fest verankerte Bankgeheimnis gewahrt.
Der Steuerrueckbehalt gilt fuer alle Zinszahlungen, die eine in Liechtenstein gelegene Zahlstelle einer natuerlichen Person mit steuerlichem Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat leistet. Er betraegt zunaechst 15 Prozent und steigt, gemaess den bilateralen Vertraegen EU-Schweiz, bis 2011 stufenweise auf 35 Prozent an.
Der Ertrag des Steuerrueckbehalts faellt, ebenso wie in der Schweiz, zu 75 Prozent an den betroffenen EU-Mitgliedstaat, die restlichen 25 Prozent verbleiben dem Fuerstentum Liechtenstein.
Ausnahmsweise kennt das Abkommen eine sehr begrenzte Pflicht zum Informationsaustausch auf Anfrage bei Steuerbetrug und aehnlichen Delikten, die nach dem 1. Juli 2005 begangen werden.
Der Informationsaustausch auf Anfrage ist der Regelung im Rechtshilfeabkommen mit den USA nachgebildet und bezieht sich nur auf  die vom Abkommen erfassten Zinsertraege.
Das EU-FL-Zinsbesteuerungsabkommen wird durch das nationale liechtensteinische Gesetz vom 19. Mai 2005 zum Zinsbesteuerungsabkommen mit der Europaeischen Gemeinschaft vom 7. Dezember 2004 (Zinsbesteuerungsgesetz, ZBStG) ergaenzt. Dieses Gesetz regelt insbesondere das Verfahren und die Organisation im Zusammenhang mit dem Steuerrueckbehalt und der Meldung und erklaert das Landgericht zur Erledigung eines Ersuchens um Informationsaustausch fuer zustaendig.



Firmenwortlaut

Sie koennen jeden Firmenwortlaut waehlen, der in lateinischen Schriftzeichen darstellbar ist. Auch jede Phantasiebezeichnung ist zulaessig. Zusaetzlich erlangen Sie fuer die gewaehlte Bezeichnung den Schutz, so dass keine andere Firma mit dieser Bezeichnung in Liechtenstein eingetragen werden kann. Unzulaessig sind lediglich nationale oder internationale Land- und Ortsbezeichnungen sowie Bezeichnungen, deren Rechte bereits in Marken-, Muster, Urherber-, Patent- oder aehnlichen Registern eingetragen sind und liechtensteinischen, europaweiten oder weltweiten Schutz geniessen.



Gesellschaften mit kommerziellem Zweck

Gesellschaften, die einen kommerziellen Zweck verfolgen, muessen eine Jahresbilanz beim Oeffentlichkeitsregister einreichen, sofern ein nach kaufmaennischer Art gefuehrtes Gewerbe ausgeuebt wird.
Reine Vermoegensverwaltung ist kein nach kaufmaennischer Art gefuehrtes Gewerbe.



Gesellschaftssteuer

In Liechtenstein ansaessige, nicht kaufmaennische taetige, Holding- und Sitzgesellschaften bezahlen keine Ertragssteuern.

Diese haben lediglich eine Kapitalsteuer von 1 Promille vom einbezahlten Gesellschaftskapital bzw. im Unternehmen investierten Vermoegen zu entrichten.

Diese »besondere« Gesellschaftssteuer betraegt mindestens CHF 1'000 (EURO 666,66) im Jahr. Der Mindeststeuerbetrag ist jeweils fuer ein Jahr im Voraus zu bezahlen.

Bei Stiftungen ermaessigt sich die Kapitalsteuer fuer das Vermoegen ueber CHF 2 Millionen (samt den Reserven) auf 3/4 Promille und fuer das 10 Millionen uebersteigende Vermoegen (samt Reserven) auf 1/2 Promille.

Fuer besondere Gesellschaftsformen, wie z.B. Investmentunternehmen (Anlagefonds), auslaendische Versicherungsgesellschaften und Eigenversicherungen (Captives), gelten eigene Steuersaetze.



Grundkapital

Als Grundkapital kann jede Waehrung eingesetzt werden. Auch Sacheinlagen sind moeglich. Das Grundkapital muss der Hoehe nach einem Aequivalent in Hoehe des geforderten Mindestkapitals fuer die entsprechende Firmenform entsprechen. Zum Grundkapital siehe auch diese Tabelle



Gruendung von Gesellschaften

Die Gruendung ist rasch und kostenguenstig moeglich. Das Mindestkapital ist relativ niedrig, das Hoechstkapital unterliegt keiner Begrenzung.

Einschraenkungen hinsichtlich Nationalitaeten oder Wohnsitz von Organen bestehen keine. Lediglich eine von mehreren Personen im Kontrollortgan einer Gesellschaft muss mit Wohnsitz in Liechtenstein als Verwaltungsrat oder Sitzungsrat ernannt werden (Zustellbevollmaechtigter).



Gruendungsdauer

Ca. 1 Woche, je nach Verbandsperson verschieden. In dringenden Faellen auch in einem Tag moeglich. Auch die Uebernahme bestehender Einrichtungen ist moeglich.



Gruendungshonorar

Je nach Aufwand wird von uns ein Gruendungshonorar verrechnet. Dies betraegt im Regelfall CHF 2.350,--. Bitte klicken Sie »hier« um die Tabelle anzusehen.



Internationale Zusammenarbeit

Die internationale Zusammenarbeit des Fuerstentums Liechtenstein mit anderen Nationalstaaten im Steuerbereich ist nur rudimentaer vorhanden.
Der privatrechtliche Ausgangspunkt im Steuerrecht und das stark ausgepraegte liechtensteinische Steuergeheimnis setzt dem Auskunfts- und Rechtshilfeverkehr mit anderen Staaten enge Grenzen und hohe Schranke. Siehe auch Zinsbesteuerung.



Kapitalsteuer

Die Bemessungsgrundlage fuer die Kapitalsteuer ist das in das Unternehmen einbezahlte Grund-, Stamm-, Anteil- oder Einlagekapital sowie die eigenes Vermoegen darstellenden offenen und stillen Reserven der Gesellschaft.
Die Bewertung erfolgt am Ende des Geschaeftsjahres (in der Regel auf 31. Dezember).
Die Vermoegenszuwaechse waehrend des Jahres sind in Abzug zu bringen.
Der Steuersatz der Kapitalsteuer betraegt 2 Promille. Siehe auch Steuerveranlagung



Kontrollstelle

Fuer gewisse Einrichtungen, z.B. die Aktiengesellschaft und die GesmbH ist zwingend eine Kontrollstelle vorgeschrieben. Die Anstalt, das Treuunternehmen und die eingetragene Stiftung benoetigen ein Kontrollorgan, wenn ein nach kaufmaennischer art gefuehrtes Gewerbe ausgeuebt wird.

Die Kosten fuer die Revision werden nach tatsaechlichem Aufwand abgerechnet. Im Regelfall betragen diese fuer eine Sitzgesellschaft ab ca. CHF 300,-- jaehrlich.



Kosten

Die einmaligen Gruendungskosten als auch die laufenden Kosten eines Unternehmens nach liechtensteinischem Recht sind je nach der gewaehlten Form des Unternehmens unterschiedlich. Wir haben fuer Sie eine Tabelle zusammengestellt, aus der Sie die einmaligen als auch laufendne Kosten ersehen koennen. Bitte klicken Sie »hier« um die Tabelle anzusehen.



Limited Company (Ltd)

Um die Vorteile der liechtensteinischen Gesellschaft mit beschraenkter Haftung gegenueber der englischen Private Limitied Company (Ltd.) zu sehen, klicken Sie bitte hier«



Mehrwertsteuer

Der Mehrwertsteuer unterliegen folgende durch steuerpflichtige Personen getaetigte Umsaetze, wenn diese nicht ausdruecklich von der Steuerpflicht ausgenommen sind:

  • im Inland gegen Entgelt erbrachte Lieferungen von Gegenstaenden;
  • im Inland gegen Entgelt erbrachte Dienstleistungen;
  • Eigenverbrauch im Inland;
  • Bezug von Dienstleistungen gegen Entgelt von Unternehmen mit Sitz im Ausland.
Es werden drei unterschiedliche Steuersaetze angewendet:

  • Reduzierter Satz: 2,4%
  • Sondersatz fuer Beherbergungsleistungen: 3,6%
  • Normalsatz: 7,6%



Mehrwertsteuerinland

Durch den Zollvertrag mit der Schweiz von 1923 bildet das liechtensteinische Hoheitsgebiet mit der schweizerischen Eidgenossenschaft ein gemeinsames »Mehrwertsteuerinland«.
Wird im Mehrwertsteuergesetz von Inland gesprochen, so ist das Gebiet beider Staaten darunter zu verstehen.
Aus diesem Grund haben das Fuerstentum Liechtenstein und die Schweiz weitestgehend gleichlautende mehrwertsteuerrechtliche Bestimmungen.



Mindestkapital

Als Grundkapital kann jede Waehrung eingesetzt werden. Auch Sacheinlagen sind moeglich. Das Grundkapital muss der Hoehe nach einem Aequivalent in Hoehe des geforderten Mindestkapitals fuer die entsprechende Firmenform entsprechen. Zum Grundkapital siehe auch diese Tabelle



Organe

Die meisten Einrichtung des liechtensteinischen Rechts haben Organe. Bei der juristischen Person ist dies z.B. die Generalversammlung, Gesellschafterversammlung, Versammlung der Inhaber der Gruendungsrechte etc. welche die obersten Befugnisse in der Einrichtung wahrnehmen. Diese genehmigen z.B. die Jahresabrechnung, entlasten den Vorstand, fassen Beschluesse ueber die Gewinnverteilung, Bestellen andere Organe der Einrichtung usw.



Rechtswirksamkeit

Die Aktiengesellschaft , GesmbH., Anstalt, das Treuunternehmen sowie eintragungspflichtige Stiftungen entstehen durch die Eintragung im Oeffentlichkeitsregister.

Repraesentanz

Die Repraesentanz der Einrichtung nach liechtensteinischem Recht in Liechtenstein muss gewaehrleistet sein. Dies ist im Regelfall der Kanzleisitz des Treuhaenders, demgegenueber die Post, das Steueramt, das Oeffentlichkeitsregister, die Regierung Dokumente zustellen koennen.
Die Treuhaenderschaft bedingt keine ausdrueckliche Repraesentanz.


Repraesentanzhonorar jaehrlich nach Aufwand. Mindestens CHF 500,--. Kosten fuer Administration (z.B. Barauslagen, Kopien, Telefon, Fax, Schriftwechsel etc.) nach tatsaechlichem Aufwand.



Sorgfaltspflichten

Die Pflichten zur Setzung von Massnahmen zur Vorbeugung von Missbraeuchen durch liechtensteinische Gesellschaften fuer kriminelle Taetigkeiten wurden in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verstaerkt, ohne jedoch die Liberalitaet des Finanzplatzes und des liechtensteinischen Gesellschaftsrechts preiszugeben.

Im wesentlichen wurden die

  • Kontrollstellen gestaerkt und weitere regelmaessige Ueberpruefungspflichten fuer die wirtschaftlichen Abrechnungen der einzelnen Gesellschaften eingefuehrt
  • die Verlaesslichkeit und Kenntnisse von Treuhaendern und deren Mitarbeitern noch hoehere Anforderungen gestellt,
  • die Sorgfaltspflicht fuer liechtensteinische treuhaenderische Verwaltungsraete ausgebaut,
  • Massnahmen gegen Terrorismus, organisierte Kriminalitaet und Geldwaesche gesetzt u.a.m.



Sprache

Sie koennen die Gruendungsdokumente in jeder Sprache errichten. Deutsch ist die Amtsprache in Liechtenstein. Gruendungsdokumente werden auf Wunsch uebersetzt und beglaubigt.



Stempelabgaben

Die Stempelabgaben sind steueraehnliche, auf den Rechtsverkehr mit den liechtensteinischen Behoerden mit bestimmten Urkunden abgestellte, Belastungen.

Z.B. fuer die Kapitalbeschaffung und den Umsatz von Urkunden, insbesondere von Wertpapieren.
Das Fuerstentums Liechtenstein zaehlt stempelsteuerrechtlich wegen Zollanschlussvertrages vom 29. Maerz 1923 mit der Schweiz als Inland in Bezug auf die Bundesgesetzgebung ueber die eidg. Stempelabgaben.

Es werden drei Abgaben unterschieden (Aufzaehlung gemaess FL-Steuerverwaltung:

  • Die Emissionsabgabe auf der Ausgabe inlaendischer Beteiligungsrechte, Obligationen und Geldmarktpapiere;
  • Die Umsatzabgabe auf dem Umsatz bestimmter in- und auslaendischer Urkunden wie Beteiligungsrechte, Fondsanteile, Obligationen und diesen gleichgestellten Urkunden;
  • Die Abgabe auf Versicherungspraemien, d.h. auf der Zahlung von Versicherungspraemien gegen Urkunden.
Die Hoehe der stempelsteuerrechtlichen Abgaben richtet sich nach dem jeweils gueltigen Satz in der Schweiz (siehe Eidgenoessische Steuerverwaltung



Steuererklaerung

Die Steuererhebung erfolgt in der Regel aufgrund einer Steuererklaerung, die vom Steuerpflichtigen einzureichen ist.



Steuern

Zu den wichtigsten Steuerarten in Liechtenstein zaehlen die Mehrwertsteuer, die und Erwerbsteuer der natuerlichen Personen sowie die Kapitalsteuer und Ertragssteuer der juristischen Personen und die Stempelabgaben.

Siehe oben unter

»Abgaben und Steuern«

>> Besteuerung von Inlandsinvestitionen

>> Besteuerung von Auslandsinvestitionen (Outbound)

>> Besteuerung von Auslandsinvestitionen (Inbound)



Steuernachlass

Geschuldete Steuern koennen nachgelassen werden, wenn deren Entrichtung fuer den Steuerpflichtigen eine unzumutbare Haerte bedeuten wuerde.



Steuerpflicht

In Liechtenstein ist steuerpflichtig, wer zwecks Erzielung von Einnahmen eine gewerbliche oder berufliche Taetigkeit selbstaendig ausuebt, auch wenn die Gewinnabsicht fehlt, sofern seine Lieferungen, Dienstleistungen und sein Eigenverbrauch im Inland jaehrlich gesamthaft CHF 75'000,-- (EURO 50'000,--) uebersteigen.

Steuerpflichtig ist auch, wer im Kalenderjahr Dienstleistungen von Unternehmen mit Sitz im Ausland bezieht, sofern der Gesamtwert der Dienstleistungen CHF 10'000,-- (EURO 6666,66) uebersteigt.



Steuerpflichtige

Der Kapital- und Ertragssteuer unterliegen die Unternehmen, die in Liechtenstein ein nach kaufmaennischer Art gefuehrtes Gewerbe betreiben.
Ebenfalls der Kapital- und Ertragssteuerpflicht unterstellt sind inlaendische Betriebsstaetten auslaendischer Gesellschaften.



Internationales Steuerrecht

Die internationale Zusammenarbeit des Fuerstentums Liechtenstein mit anderen Nationalstaaten im Steuerbereich ist nur rudimentaer vorhanden.
Der privatrechtliche Ausgangspunkt im Steuerrecht und das stark ausgepraegte liechtensteinische Steuergeheimnis setzt dem Auskunfts- und Rechtshilfeverkehr mit anderen Staaten enge Grenzen und hohe Schranke. Siehe auch Zinsbesteuerung.



Steuerveranlagung

Wenn sich ergibt, dass ein Steurepflichtiger eine Steuerveranlagung zu Unrecht unterlassen oder falsch berechnet hat, wird die vorenthaltene Steuer als Nachsteuer erhoben.
Zu der Nachsteuer kann eine Strafsteuer hinzutreten.



Steuerveranlagung

Die steuerliche Veranlagung zur Kapital- bzw. Ertragssteuer erfolgt nach dem System der Postnumerandobesteuerung, d.h. die Veranlagungsperiode folgt der Steuerperiode nach und wird von der Liechtensteinischen Steuerverwaltung aufgrund der jaehrlich einzureichenden Steuererklaerung, welche bis spaetestens bis zum 1. Juli des folgenden Jahres samt Beilagen einzureichen ist, vorgenommen.



Versicherung

Das Verwaltungsorgan in Liechtenstein hat fuer seine Taetigkeit in der gegruendeten Einrichtung nach liechtensteinischem Recht eine Haftpflichtversicherung zwingend abzuschliessen. Diese Kosten werden der Einrichtung jaehrlich belastet.



Verwaltungsorgan

Das Verwaltungsorgan ist das operative Organ der Einrichtung (Gesellschaft). Zumindest ein Mitglied des Verwaltungsorgans der juristischen Person muss den Wohnsitz derzeit noch in Liechtenstein haben. Dies ist im Regelfall der Treuhaender, der auch ueber die berufliche Qualifikation dafuer verfuegt. Weitere Personen aus dem In- und Ausland koennen in den Verwaltungsrat gewaehlt werden.



Vollmachten

Der Verwaltungsrat kann an dritte Personen Vollmachten ausstellen, damit diese im Auftrag der Einrichtung Geschaefte abschliessen koennen. Generalvollmachten werden nur in Ausnahmefaellen ausgestellt. Die Regel sind Spezialvollmachten oder Gattungsvollmachten.



Zinsbesteuerung

Am 1. Juli 2005 trat das zwischen dem Fuerstentum Liechtenstein und der Europaeischen Gemeinschaft ausgehandelte Abkommen  ueber Regelungen, die denen der Richtlinie 2003/48/EG des Rates ueber die Besteuerung von Zinsertraegen gleichwertig sind (Zinsbesteuerungsabkommen),  in Kraft.
Diese Uebereinkunft wure notwendig, nachdem zwischen der EU und der Schweiz bilaterale Vertraege ueber die Zinsenbesteuerung abgeschlossen wurden.
Damit dieser Vereinbarung verpflichtet sich das Fuerstentum Liechtenstein, wie die Schweiz, Luxemburg und Oesterreich,, einen Steuerrueckbehalt auf jenen Zinsertraegen vorzunehmen, die von liechtensteinischen Zahlstellen an natuerliche Personen mit Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat geleistet werden.
Als Alternative zum Steuerrueckbehalt besteht die Moeglichkeit einer freiwilligen Meldung der Zinszahlung an den Wohnsitzstaat des Zinsempfaengers, wie dies die anderen EU-Mitgliedstaaten vereinbart haben und durchfuehren.

Der auslaendische Empfaenger einer unter das Abkommen fallenden Zinszahlung kann nunmehr zwischen dem Steuerrueckbehalt und der freiwilligen Meldung waehlen.

Mit diesem Abkommen wird umgesetzt, dass die Richtlinie 2003/48/EG (Zinsbesteuerungsrichtlinie) durch Zinszahlungen aus Liechtenstein nicht umgangen werden kann.
Gleichzeitig bleibt das in der liechtensteinischen Rechtsystem fest verankerte Bankgeheimnis gewahrt.
Der Steuerrueckbehalt gilt fuer alle Zinszahlungen, die eine in Liechtenstein gelegene Zahlstelle einer natuerlichen Person mit steuerlichem Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat leistet. Er betraegt zunaechst 15 Prozent und steigt, gemaess den bilateralen Vertraegen EU-Schweiz, bis 2011 stufenweise auf 35 Prozent an.
Der Ertrag des Steuerrueckbehalts faellt, ebenso wie in der Schweiz, zu 75 Prozent an den betroffenen EU-Mitgliedstaat, die restlichen 25 Prozent verbleiben dem Fuerstentum Liechtenstein.
Ausnahmsweise kennt das Abkommen eine sehr begrenzte Pflicht zum Informationsaustausch auf Anfrage bei Steuerbetrug und aehnlichen Delikten, die nach dem 1. Juli 2005 begangen werden.
Der Informationsaustausch auf Anfrage ist der Regelung im Rechtshilfeabkommen mit den USA nachgebildet und bezieht sich nur auf  die vom Abkommen erfassten Zinsertraege.
Das EU-FL-Zinsbesteuerungsabkommen wird durch das nationale liechtensteinische Gesetz vom 19. Mai 2005 zum Zinsbesteuerungsabkommen mit der Europaeischen Gemeinschaft vom 7. Dezember 2004 (Zinsbesteuerungsgesetz, ZBStG) ergaenzt. Dieses Gesetz regelt insbesondere das Verfahren und die Organisation im Zusammenhang mit dem Steuerrueckbehalt und der Meldung und erklaert das Landgericht zur Erledigung eines Ersuchens um Informationsaustausch fuer zustaendig.



Zweck

Jeder wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Zweck ist zulaessig. Auch die Kumalation verschiedenster Zwecke ist moeglich. Je nach Wunsch wird dabei die entsprechende Rechtsform fuer das Unternehmen ausgewaehlt. Der Firmenzweck darf nicht einschlaegigen liechtensteinischen Gesetzen oder internationalen Abkommen wiedersprechen.
Beispiel: Bankgeschaefte duerfen nur Banken, Vermoegensverwaltung fuer Dritte nur in Liechtenstein zugelassene Treuhaender ausfuehren.




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